Saab 9-3 2.2tid „Anniversary“

Schnittverbrauch:

Der Wagen wurde im Oktober 2012 verkauft!

Saab ist doch recht speziell, findet Ihr nicht? Bei meinem neusten Schoner handelt es sich um einen ganz besonderen Saab. Ein 2002er 9-3/I 2.2tid „Anniversary“. Gekauft habe ich das Fahrzeug von der Erstbesitzerin mit 120 tkm.

Alpenländischer Ölbrenner
Ein Grund dürfte der auch bei Opel zum Einsatz gekommene 2.2 Liter Dieseldirekteinspritzer sein. Entwickelt von Steyr-Puch wurde der Motor bei Opel in Kaiserslautern gefertig und leistet 125PS mit 280Nm Drehmoment bei 1500 U/min. Ein deutliches Turboloch und seine Traktogene kann der zum Nageln tendierende Selbstzünder nicht verbergen. Der Verbrauch liegt lt. Saab bei 7,2 Litern, lt. ADAC bei rd. 7,6 Litern Diesle im Schnitt. Als Schwachpunkte gelten der Turbolader und die teilweise festgegammelten Glühkerzen. Der Motor erfüllt die Euro3 Schadstoffnorm und bekommt somit „nur“ eine „Gelbe Umweltplakette“. Die Firma Twintec bietet einen Partikelfilter an, mit dem der Ölbrenner auch eine „Grüne Plakette“ bekommen kann.

Üppige Ausstattung
Die Ausstattung des 9-3/I „Anniversary“ ist fast schon opulent. Das Sondermodell wartet neben den 16″ Alofelgen und den lackierten Stoßfängern im Design des alten „Aero-Kits“ mit Klimaautomatik, Tempomat, 4x eFh., Lederpolserung mit Sitzheizung, Bordcomputer, CD-Radio und einem Amaturenträger in „Carbon-Optik“ auf. Weitere Optionen waren ein „Aero-Paket“ mit 17″ Alus, CD-Wechsler und ein Schiebedach. Auf ein Automatikgetriebe musste der geneigte Selbstzünderkäufer allerdings verzichten.

Sicher ist sicher
Immerhin – 4 von 5 Sternen kann der 9-3/I von 2000 beim Euro NCAP Crashtest für sich verbuchen. Das Modell 9-3/II brachte es 2002 dann auf 5 von 5 Sternen. Der ADAC bewertet die Sicherheit des 9-3/I damals mit der Schulnote 2,2 und hebt besonders die leistungsstarken Bremsen, die vier Airbags vorne und die optimale Sitzkonstruktion hervor. Den Seitenaufpralltest absolviert der 9-3/I mit Bravour.

 

Expertenmeinung
Auch die Jungs von „Top Gear“ haben ihre Meinung zum 9-3 – ganz speziell;-)

 

Soft Tuning
Natürlich müssen an meiner „Anni“ diverse Dinge geändert werden. Allem voran die Möglichkeit mp3-Files zu verarbeiten. Die Probleme, die sich dabei stellen sind bei hochgartz.net gut beschrieben.
Wie also verfahren:

  • Saab-Aux: Die Firma „Rubenson Industri AB“ beitet eine Möglichkeit an, einen AUX-Eingang am Serienradio zu installieren.
    Der AUX-In nutzt dabei die Singalwege des CD-Wechslers. Die Kosten belaufen sich auf rd. 140€, der Einbau soll gut eine Stunde in Anspruch nehmen. Allerdings gibt es keine Aussagen, ob das Produkt auch bei nicht aktiviertem CD-Wechsler-Eingang funktioniert, oder wie dann zu verfahren wäre.
  • FM-Modulator: Die Firma Reichelt beitet einen fest verbauten FM-Modulator mit Line-In an. Das Gerät kostet 24€ und wird in die Antennenleitung eingeschleift. Die Frequenzen werden per DIP-Schalter eingestellt, die externe Audioquelle wird per Chinch-Kabel angeschlossen.
    Im Vergleich zu den sonst angebotenen „flüchtigen Modulatoren“ liegt der Vorteil klar bei der mechanischen Justierung der Frequenz und der festen Verkabelung, sowie der direkten Einspeisung. Über die Qualität gibt es keine Aussagen.
  • Parrot 9200MKI: Die fest zu verbauende Freusprecheinrichtung der Firma Parrot beitet wohl den größten Komfort. Hier kann das iPhone sogar via BT streamen und die mp3-Files können per USB oder SD(HC)-Karte zugeführt werden. Die Kosten rd. 150€, der Einbauaufwand – erheblich.
    Nachteil: Sollte ein zusätzliches Verstärkersystem bestandteil der 9-3 Audioeinrichtung sein, dann wird der Einbau komplizierter.

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